WordPress Permalinks nachträglich ändern

Im „Leben“ einer WordPress-Installation kann es vorkommen, dass nachträglich die Permalink-Struktur geändert werden muss/soll. Meist hat dies SEO-Gründe, da die URL eines Blog-Beitrags mitunter deutlichen Einfluss auf das Ranking bei Google zum Beispiel haben kann. Da Google versucht für den Leser den größtmöglichen Nutzen zu erzielen, fließen zahlreiche nicht Content-bezogene Faktoren in das Google-Ranking mit ein.

Und eine URL zu einem Beitrag, die keine unnötigen Informationen enthält und zudem nicht zu lang ist, kann in diesem Zusammenhang ein Ranking-Faktor für Google sein. So sind zum Beispiel für den Leser unzählige Variablen Hyroglyphen und liefern definitiv keinen Mehrwert. Eine Unterordner-ähnliche Struktur, wie zum Beispiel im Dateisystem auf dem eigenen Computer, schafft Orientierung und ist zudem deutlich einprägsamer als irgendwelche Hyroglyphen.

Permalink nachträglich ändern

Die Permalink-Struktur in WordPress wird in den Einstellungen unter Permalinks gepflegt. Diese Einstellung ändert man jedoch in der Regel nur einmalig bei der Installation von WordPress. Es ist tatsächlich sogar nicht ratsam die Permalink-Struktur regelmäßig zu ändern, da hierdurch alle eingehenden Links „ins Leere“ laufen. Im schlimmsten Fall erzeugt ein eingehender Link, der auf die alte Permalink-Struktur zielt, einen 404-Fehler, der in der Regel den Leser zum weitersurfen animiert.

Natürlich kann man hier mit entsprechenden WordPress-Plugins eingreifen – hierauf gehe ich weiter unten noch detailliert ein – jedoch kann eine falsch geänderte Permalink-Struktur mehr Schaden als Nutzen für das Google-Ranking anrichten. Aus diesem Grund sollte man hier nicht einfach „rumprobieren“ und es Wissen was man macht ausprobieren.

404-Fehler verhindern und Links umleiten

Um durch das ändern der Permalink-Struktur keine 404-Fehler zu erzeugen, sollte man sich vorhandenen Tools und Techniken bedienen. Ein Plugin, das ich hierfür gerne nutze und empfehlen kann, ist Redirection. Redirection leitet automatisch Links, die sonst einen 404-Fehler erzeugen würden per 301-Weiterleitung um, sofern es einen „passenden“ Content auf der eigenen Webseite gibt. Hierfür sind in der Regel tatsächlich keine Einstellungen im Plugin nötig – wahrer Luxus! 🙂

Installiere also vor dem umstellen der Permalink-Struktur auf jeden Fall das WordPress-Plugin Redirection:

301-Redirects für die geänderte Permalink-Struktur

In den meisten Fällen muss, wie gesagt, nach der Installation des Plugins und dem Aktivieren im Plugin selbst nichts weiter eingestellt oder geändert werden. Das Plugin legt auch eine Log-Datei an, in der man jeden Redirect, der vom Plugin ausging, nachvollziehen kann.

WordPress Permalink RedirectionWenn man dennoch Einstellungen ändern oder sich den Log des Plugins ansehen will, findet man es unter Werkzeuge -> Redirection. Das Plugin ist ansonsten absolut selbsterklärend und leicht verständlich. Bei Bedarf kann man auch selber Redirect-Regeln manuell anlegen oder vom Plugin erkannte Redirects nachträglich anpassen, so dass beim nächsten Anruf zum Beispiel eine andere URL aufgerufen wird. Zudem ist das Plugin zu 100% kostenlos, wird regelmäßig vom Entwickler auf dem neuesten Stand gehalten und hat Top-Bewertungen – super Sache!

Neue Permalink-Struktur definieren

Bevor du jetzt aber munter mit der Permalink-Struktur herumspielst, musst du die, wie bereits gesagt, darüber bewusst sein, dass man die Permalink-Struktur nicht oft ändern sollte! Mache dies bitte wirklich nur, wenn absehbar ist, dass du nicht in 3-4 Monaten erneut die Permalink-Struktur ändern willst/musst!

Lange Zeit war die Permalink-Struktur DOMAIN/Jahr/Monat/Beitragstitel sehr beliebt und verbreitet. Jedoch überfrachtet diese Art von Permalink die URL mit unnötigen Informationen. Denn in den Meta-Daten des Beitrags gibt WordPress (in der Regel) das Datum der Veröffentlichung und von möglichen Updates ohnehin aus. Entsprechend ist die Information in der URL überflüssig und liefert für keinen Leser einen Mehrwert – oder?

Ich bevorzuge die Permalink-Struktur DOMAIN/Kategorie/Beitragstitel, da hierdurch der Leser nur nützliche Informationen in der URL vermittelt bekommt. Natürlich gibt es hierzu andere Meinungen, da zum Beispiel die Kategorie auch in den Meta-Daten des Beitrags angegeben ist und nach meiner eigenen Logik somit auch unnötig ist. In diesem Fall bin ich aber anderer Meinung! 🙂

Wenn auch du DOMAIN/Kategorie/Beitragstitel nutzen möchtest, trage hierfür in den WordPress-Permalink-Einstellungen unter Benutzerdefiniert folgendes ein: /%category%/%postname%/

Das sollte dann ziemlich genau so aussehen:

WordPress-Permalink ändern

Wenn du hiernach auf Änderungen übernehmen klickst, wird sofort die Permalink-Struktur deiner WordPress-Installation wie von dir angegeben geändert!

Teste im Anschluss hieran auf jeden Fall ob das Redirection-Plugin richtig arbeitet. Rufe hierfür zum Beispiel Google auf und suche nach einem Suchbegriff, zu dem dein Blog gut rankt. Google geht zu diesem Zeitpunkt noch von der alten Permalink-Struktur aus und wird entsprechend den alten Link aufrufen. Wenn das Redirection-Plugin richtig arbeitet, wirst du per 301 (quasi unbemerkt) auf die neue URL des Beitrag weitergeleitet – Check!

One Response to “WordPress Permalinks nachträglich ändern”
  1. Thomas Giddon 19. Juli 2017

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